Stress reduzieren Stress abbauen

Stress im Alltag reduzieren – so klappt’s nachhaltiger

Wow. Wenn man bei Google mal „Stress reduzieren“ eingibt, gibt es eine gefühlte Milliarde von Beiträgen und jeder hat irgendwelche Tipps auf Lager. So schreibt zum Beispiel ein Grosskonzern, man soll zum Stress reduzieren seine Familie vor lauter Arbeit nicht vergessen. 

Aha.

Oder dass man sich eine To-do-Liste machen soll. 

Jep.

 

Stimmt ja alles … aber hilft dann am Ende doch nicht weiter, wenn der Druck und die innere Unruhe irgendwie immer grösser werden.

 

Tipps wie diese setzen nämlich nur auf der Verhaltensebene an. Diese Tipps lassen uns nicken und wir denken vielleicht, ja stimmt, guter Punkt. Und vielleicht übernehmen wir sogar den einen oder anderen Trick und setzen ihn auch um. Zumindest eine Zeit lang.

 

Meistens hält dies aber nicht lange an und wir googeln schon wieder.

Wenn dir das auch so geht, dann ist es Zeit etwas genauer nach innen zuschauen. 

 

Was tun, wenn der Stress einfach immer wieder kommt? Wie Stress nachhaltig reduzieren?

 

Don’t get me wrong: Unser Verhalten steuert unsere Gewohnheiten und diese unseren Alltag sprich unser Leben. Unser Verhalten ist also super wichtig und darum Tipps dazu grundsätzlich wertvoll. Nur: Der eigentliche Treiber hinter unserem Verhalten sind unsere inneren – oft unbewussten- Einstellungen:

 

Erwartungshaltungen, die wir an uns selber haben. 

Ideen, wie wir sein sollen und was wir leisten müssen um erfolgreich zu sein oder geliebt zu werden.

Prioritäten, was uns wirklich wichtig ist und was wir erreichen und erleben wollen. 

All das sind die Big Players im Hintergrund, die die Fäden ziehen und uns nicht aus dem Hamsterrad lassen, wenn wir sie nicht a) bewusst machen und b) systematisch verändern und/oder leben. 

 

Viele Burnout-Kandidaten – zu denen ich auch einmal gehörte – sind sich zum Beispiel häufig schlicht nie genug. 

Da kommt keine To-do-Liste oder anderes Zeitmanagement-Dings dagegen an: Es wird dennoch nie genug sein und der innere Druck nimmt konstant zu. Erst das Nach-innen-schauen und Erkennen, wo klemmt’s bei mir eigentlich? Warum mach ich mir solch einen Druck – worum geht es eigentlich wirklich? schafft den Raum für echte Kursänderung. 

 

 

 

Stress nachhaltig zu reduzieren braucht Self-Empowerment

 

Wenn du also nachhaltig den Stress aus deinem Leben reduzieren willst, braucht es mehr als eine To-do-liste oder noch eine neue Meditations-App. Dann brauchst du Klarheit – Energie und Action, kurz: Self-Empowerment, das deinen Energietank regelmässig auffüllt – no matter what. Egal wieviele Sitzungen anstehen. Egal wie die Deadline ist. 

Du musst dein Auto auch tanken, wenn du weiterfahren willst. Egal ob du schon zu spät bist oder nicht. So geht’s auch deinem inneren Motor – ohne Energie läuft da irgendwann nichts mehr – ganz egal ob du jetzt dafür gerade Zeit hast oder nicht. 

 

Mir ging das nämlich genau so. Ich dachte, ich kann auch mit leerem Tank weiterfahren. Mit viel Wille, Druck und Disziplin krieg ich das schon hin. Hat natürlich nicht geklappt. 3 Burnouts in der Folge, bis ich es begriffen hatte: So geht das nicht und es ist auch nicht mit einem Badeurlaub als Erholung getan. 

 

Was kannst du also tun, damit du den Stress nachhaltig reduzieren kannst? Hier ein paar Tipps, die mir und meinen Kunden immer wieder geholfen haben, die eigenen Einstellungen zu reflektieren, bewusst zu machen und dann konkret das Verhalten und damit den Alltag zu verändern. 

 

Denn no BS – no Bullshit – here: Negativer Stress lässt sich nicht 100% vermeiden. Aber Stress lässt sich nachhaltig reduzieren, wenn du dir ernsthaft Gedanken zu den folgenden Punkten machst und sie Schritt für Schritt in deinem Alltag umsetzt:

 

 

  • Im Jetzt leben

 

Wie oft sind wir physisch am Essen, in Gedanken aber bereits schon wieder im nächsten Meeting? Wie oft machen wir uns Sorgen über irgendwas in der Zukunft und verpassen dabei die Schönheit des Moments? Und wie oft sind wir gefangen in unserer Vergangenheit – wiederholen unsere Muster und damit unsere Vergangenheit so dass gar nie was wirklich Neues entstehen kann?

 

Achtsamkeit ist das Modewort der 2010-Jahre. 

Achtsam zu sein klingt vielleicht etwas esoterisch aber es kann wirklich was. Häufiger achtsam zu sein, bedeutet einfach ganz im Jetzt zu sein. 

 

Wenn dein Kopf zum Beispiel auf Hochtouren läuft und dir deine Gedanken so um die Ohren fliegen, dass dir bald schwindelig wird – mach einen 5-Minuten-Break. Schliesse deine Augen dabei. Atme wiederholt tief in deinen Bauchraum hinein. Atme 2mal solange aus wie du einatmest. Du schwenkst damit deinem Nervensystem, das für dein Flight-or-Fight- und damit Stressprogramm zuständig ist, die weisse Flagge zu und es bekommt die Information: Peace! Alles ist gut, keine existenzielle akute Bedrohung mehr, ich kann mich wieder be-ruhig-en. 

 

Mit dieser Übung holst du deine Energie wortwörtlich aus deinem Kopf runter zurück in deinen Körper, zurück zu dir. Nimm wahr, wie du mit deinen Füssen auftrittst, nimm wahr, wie dein Stuhl deine Beine und deinen Po berührt … konzentriere dich einfach auf ganz banale Dinge im Jetzt. Du entwirrst damit dein Hirn und gewinnst an innerer Ruhe und Konzentriertheit. 

 

Meine grösste Lehrerin in Sachen Achtsamkeit ist meine vierjährige Tochter. 

Sie ist immer 100% im Moment. Das Konzept der Zeit ist ihr noch nahezu fremd und egal wie eilig die Mutter (!) es gerade hat, Zora hat immer Zeit für das Mini-Steinchen am Boden, die Blume am Wegrand und die Raupe, die über die Strasse kriecht. Sie holt mich immer wieder mal runter und das bringt mich hier gleich zu Punkt 2. Aber vorher noch eine kleine Übung für dich, wenn du magst:

 

Anti-Stress-Tipp: Übe mal eine Woche lang 100% präsent zu sein. Weil du ja auch nur ein Mensch bist, beschränk dich auf einen Bereich. Zum Beispiel beim Essen. Oder wenn du jemanden zu hörst. 100% ganz dasein – in Gedanken, Gefühlen, mit deiner ganzen physischen Präsenz. 

 

 

  • Komm mal wieder runter und reduziere augenblicklich den Stress

 

Wenn ich an dieses Bild denke, bin ich jeweils ganz schön erleichtert 😉 – Vielleicht erinnerst du dich immer wieder mal daran zurück und musst schmunzeln:

 

Ist doch so, häufig wenn wir in unserem eigenen Film drehen, dann vergessen wir die Relationen. 

Eine Präsentation wird dann so unglaublich wichtig. Oder eine Aussage einer anderen Person liegt uns tagelang auf dem Magen. Dabei stellt sich ja wirklich die Frage:

 

Ist das wirklich wirklich so wichtig für mich und meine Bestimmung hier auf diesem verrückten Planeten voller Überraschungen und Wendungen?

 

Wir wissen ja nicht mal, was morgen sein wird! Tun aber so, wie wenn wir alles generalstabsmässig planen und kontrollieren könnten. Das Einzige was sicher ist, ist der Wandel. Alles was wir tun können, ist flexibel, neugierig und stark zu sein. Und die Fähigkeit, immer wieder the Big Picture hervorzuholen und den eigenen akuten Stress zu relativieren, hilft dabei, gelassener zu sein. 

 

Meine Power Ressource – ich kann es nicht genug oft wiederholen – ist und bleibt

 

H.U.M.O.R

 

Lach über dich, die Welt und alles was dich beschäftigt. Lachen schafft Distanz zum Problem und aktiviert damit deine Kreativität und Resilienz. Und alles macht wieder mehr Spass – das alleine ist Grund genug. 

 

Anti-Stress-Tipp: Frag dich also immer wieder mal: 

Ist das in ein paar Tagen, in ein paar Monaten oder in einem Jahr noch wichtig für mich? 

Investiere ich wirklich meine Zeit für die Dinge, die mir “eigentlich” am Wichtigsten sind?

Wenn ich auf dem Sterbebett liege: Wird mir diese Situation in den Sinn kommen, ist sie so wichtig?

 

 

  • Übertreibs nicht mit Multitasken wenn du Stress abbauen willst

 

Auch hier lerne ich von meiner personal own Zen-Lehrerin Zora: Wenn sie bastelt, dann bastelt sie. Wenn sie Büchlein anschaut, schaut sie Büchlein an. Kein Hyper-Multitasken, einfach ein Ding pro Moment. Gemäss französischen Neurologen kann unser Gehirn bei komplexeren Aufgaben gar nicht wirklich multitasken.

Als Mama plus Ehefrau plus Unternehmerin plus Frau kann ich dem nicht 100% zustimmen aber sicher ist: Machen wir zig Sachen gleichzeitig, ist das Stresslevel deutlich höher und das Erfolgserlebnis kleiner, weil irgendwie nie was wirklich fertig ist oder wir es nicht registrieren weil es immer noch andere offene Tasks gibt. Das laugt auf Dauer aus. Unser Affe im Kopf braucht Zucker in Form von “Yes! I did it”-Gefühlen statt latent offene Tabs im Kopf. 

 

  • Power Habits reduzieren den Stress: Wisse, was dir gut tut und dann tue es immer wieder und wieder

 

Erschaffe  dir dazu starke Gewohnheiten, die du durchziehst no matter what. Sie erhöhen deine Stressresilienz. 

Ich mach dir ein Beispiel von mir dazu: Weil mein Mann und ich beide von der Sorte “We want it all” sind, müssen wir manchmal hart um unsere Slots verhandeln: Wer darf morgens um 6 trainieren? Wer bleibt und schaut zum Kind? Das ist nicht immer einfach. Aber weil sowohl mein Mann als auch ich, beide die Erfahrung gemacht haben ,dass wir soviel besser drauf sind, wenn wir beide unsere Rituale und unseren Sport durchziehen können, planen wir das Woche für Woche miteinander ein. Und weil wir wissen, wie wichtig es für beide ist, finden wir  auch immer eine Lösung – volle Terminkalender hin oder her.  

 

 

  • Lass die Bullshit-Regel los, dass wir nur härter arbeiten müssen um mehr zu erreichen

 

Auch für mich ist die Verlockung da, wenn der Workload mal höher ist, das Workout ausfallen zu lassen und stattdessen an den Laptop zu sitzen. Aber die Erfahrung hilft mir mittlerweile, auch wenn ich müde bin oder eben schon in Gedanken bei der Arbeit, trotzdem zu workouten. Ich werde jedesmal mit viel mehr innerer Ruhe, Energie und Motivation belohnt. Und davon haben alle was: Mein Business, mein Team, meine Familie, ich. 

 

Es darf leichter gehen und es kann. Bist du gut empowered, bist du viel produktiver – machst besseren und effizienteren Shit und ersparst dir Leerläufe. Weniger ist wirklich häufig mehr – Investiere deine Zeit also weise – investiere sie in dein Self-Empowerment und damit in dich und für deine Liebsten.   

 

Und wenn du nicht mal 15-30 Minuten pro Tag für dich rausnehmen kannst oder du bereits zu erschöpft bist dafür, dann frag dich ob du wirklich noch ein selbstbestimmtes Leben hast und ob das so, wie es gerade läuft, wirklich noch dein Ding ist. Und wenn nein, ganz von Herzen: Lass dir von einer dreifachen Ex-Burnoutlerin sagen: Ändere was, so schnell du kannst. Warte nicht, es wird definitiv nicht besser werden. 

 

Anti-Stress-Tipp: Wenn du willst, reden wir darüber, wie ich dir helfen kann, nachhaltig in deine Superpower zu kommen und deine Lebensqualität zu boosten. Hol dir hier ein Erstgespräch mit mir. Ich habe 3 free Slots pro Woche – schnapp dir deinen hier. 

 

  • Plane Auszeiten ein

Genauso wie es wichtig ist, mittels Happy Habits eine empowernde Routine in deinen Alltag zu bringen, ist es auch wichtig, immer wieder mal aus dem Alltag auszubrechen und neue Inspiration für deinen Körper, deinen Geist und deine Seele zu bekommen. 

 

Dein Hirn und dein Herz brauchen Stimulation – andere Luft, andere Menschen, andere Bewegungen, andere Ideen, andere Natur. 

Es lohnt sich, dir fixe Auszeiten einzuplanen, du wirst mit soviel mehr Kreativität und Energie belohnt werden. Wie Studien zeigen, braucht es dazu gar nicht lange Urlaubsreisen. Häufig sind Kurztrips, verlängerte Wochenenden sogar noch kraftvoller. 

Entscheidend ist, dass du wirklich abschaltest und nicht noch deinen Laptop von der Arbeit mit einpackst oder Telefonate führst, die dich stressen. Auszeit heisst Weg-sein. Abschalten und wieder Auftanken. 

 

Anti-Stress-Tipp: Mein persönliches Highlight im upcoming Winter: Das Winter Wellness Wow! Weekend in der Lenzerheide. Natur, frische Luft, tolle Menschen, Bewegung, Empowerment Inputs und ja! Kekse. Ein kleines, exklusives Event, sichere dir deinen Platz jetzt hier.

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Stress ist hoch individuell. Was den einen stresst, lässt die andere kalt und umgekehrt. Darum ist auch Stressmanagement immer eine persönliche Sache. Was aber für alle gilt: Der Mix von konstantem, alltäglichen Self-Empowerment in der Form von einerseits Selbst-bewusst-sein und andererseits von Happy Habits (also Gewohnheiten, die dir wirklich gut tun) mit kraftvollen Auszeiten, macht es leichter, mit Herausforderungen und Stresssituationen umzugehen. 


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Author Info

Nicole Haut-Cavegn

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