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Der Aufsteller

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Wir sind die Summe unserer Erfahrungen – an diesem Zitat ist viel Wahres dran. Die Forschung und Empirie belegt, dass dabei frühkindliche Erfahrungen unsere wesentlichsten Charakterzüge und Verhaltensweisen am stärksten prägen. Um zu überleben, lernen wir früh, was es braucht, damit wir geliebt werden. Denn als Kind heisst überleben dafür zu sorgen, dass man geliebt wird. Ein Kind kann ohne Fürsorge nicht überleben. Also machen wir aufgrund unserer Erfahrungen Schlussfolgerungen, wie wir uns zu verhalten haben um Aufmerksamkeit und Liebe zu bekommen. 

Ich vergleich das gerne mit einem Bild: Wenn wir im Leben etwas gestalten, tun, aufbauen, realisieren wollen, ist das wie wenn wir einen Samen pflanzen. Dieser Samen kommt in die Erde rein. Diese Erde steht für unsere Herkunft, unsere Vergangenheit, die Summe aller unserer Erfahrungen. 

Wir können die Beschaffenheit der Erde ignorieren, dem Samen einfach gut Wasser, Sonne und Dünger geben und häufig reicht das auch aus um eine schöne Blume wachsen zu lassen. Doch genauso häufig läuft das zäh, die Blume will nicht recht wachsen und wir versuchen noch mehr oder weniger Wasser zu geben, versuchen einen anderen Dünger aber es wird einfach nicht richtig. Kennst du das auch?

Meiner Erfahrung nach lohnt es sich dann, die Erde zu „durchlüften“. 
Wann immer du also ein Muster erkennst in deinem Leben, dass du irgendwie – trotz diverser Anstrengungen – einfach nicht los wirst und du langsam ratlos bist was tun, dann kann es sein, dass du mal deine „Erde“ anschauen solltest, wenn du endlich Veränderung bewirken willst.

Genauso, wenn deine Beziehung zu deinen Eltern schwierig oder anstrengend ist. Das muss echt nicht sein. Und kostet viel Kraft, die du anders besser gebrauchen kannst. Ohne Wurzeln keine Flügel – auch da steckt viel Wahrheit drin. 

Der Aufsteller findet in der Gruppe statt. Am Aufsteller gibt es zwei Möglichkeiten für dich:
Du kannst deine eigene Geschichte aufstellen oder du kommst als Stellvertreter und hilfst anderen, ihr inneres System aufzustellen und zu verändern. Keine Angst, da ist kein Wo-hoo dabei.

Stellvertreter
Diese Rolle eignet sich, wenn du noch skeptisch bist und dir das Ganze mal anschauen willst oder/und wenn du eine aussergewöhnliche Erfahrung und deinen Horizont erweitern möchtest. Du wirst Unglaubliches wahrnehmen und verblüfft sein, wieviel. Aber du bleibst du (of course my horse!), lernst durch die Sekundär- Erfahrung dazu und tust der aufstellenden Person ebenfalls Gutes, indem das du mithilfst, ihr Klarheit zu verschaffen. Und keine Angst: Jeder kann das, du kannst das nicht nicht können. Du wirst sehen.

Melde dich für diese unglaublich lehrreiche und spannende Erfahrung als Stellvertreter an – direkt hier auf der Website für 45 €. Bitte zwingend im Kommentarfeld angeben, an welchem Datum du dabei sein willst. 

Eigene Aufstellung
Wenn du selber Nägel mit Köpfen machen und selber dein Anliegen aufstellen möchtest, dann klicke hier und melde dich für ein Gespräch mit mir an. Kostenpunkt einer Aufstellung inkl. Vorgespräch und Nachgespräch: 490 €.

Lass uns klären, wo du stehst, um welches Anliegen es dir geht und ob sich dafür eine Aufstellung eignet.

Die nächste Aufstellungsrunde findet an folgendem Datum statt (rasche Anmeldung empfohlen, ist schon gut bebucht):

  • 14. Dezember 19

 

Wichtig: Bitte gib bei deiner Anmeldung an, für welches Datum du dich anmeldest, danke!

Location: Medaction, direkt beim Bahnhof Kempraten bei Rapperswil-Jona. 

Dauer: 9:30-ca. 17:00 Uhr.

Wenn du noch mehr über das Aufstellen wissen möchtest, lies weiter unten im Beschrieb nach oder melde dich bei mir.

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Beschreibung

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ — J. W. von Goethe.

Im Aufsteller nehmen wir die frühkindlichen Prägungen unter die Lupe. Fokussiert auf das von der aufstellenden Person definierte Thema stellen wir ihre Familie auf und reorganisieren das sichtbar gemachte innere Bild der Aufstellenden, so dass sie frei wird von limitierenden Dynamiken und er-wachsen ihr Leben verändern kann.

Wir alle leben in den verschiedensten Systemen: In der Arbeit, zuhause, im Verein … Als Teil dieser Systeme prägen wir diese mit und umgekehrt prägen sie uns – einige bestimmen wesentlich mit, wie wir uns entwickeln.

Das wohl prägendste System ist das eigene Herkunftssystem, da wo wir Kind waren; unsere Herkunftsfamilie. Dort lernten wir, was richtig und was falsch ist. Wie wir uns verhalten müssen um beachtet und geliebt zu werden. Dort lernten wir, wie Beziehungen auszusehen haben und wie wir die Welt wahrzunehmen haben.

Dabei sind viele Dynamiken dabei, die äusserst förderlich für unser Aufwachsen waren. Liebevolle Verbindungen zu den anderen Systemmitgliedern, die wichtigsten (im klassischen Fall) der eigene Vater und die eigene Mutter. Auch wenn wir es zu Hause „gut hatten“, gibt es häufig auch Dynamiken, mit denen wir uns heute als Erwachsene selber im Wege stehen. Wir limitieren uns mit inneren Vorstellungen und Gefühlen, die wir aus unseren Erfahrungen in der Kindheit geschlussfolgert haben: Wie wir uns, Beziehungen und die Welt mit einer limitierten Sicht wahrnehmen und auf dessen Grundlage uns verhalten und damit unseren Alltag gestalten.

Diese Dynamiken mögen zwar alt sein, aber sie sind nicht in Stein gemeisselt.

In der systemischen Aufstellungsarbeit entdecken wir hinderliche Dynamiken und lösen diese auf, so dass die heute erwachsene Person endlich frei ist, ihr Leben selbstbestimmt zu leben.

Dabei gibt es keine Schuldzuweisungen – die helfen niemandem. Das System wird für die aufstellende Person „gesund“ gestellt – die anderen im System involvierten Personen werden nicht „verändert“, sie sind wie sie sind aber es kann endlich auch mal was gesagt werden, was sonst nicht angesprochen werden kann. Den Kropf zu leeren und seinen Standpunkt einzunehmen macht frei.  Entscheidend ist, wie die aufstellende Person die Beziehung zu dieser Bezugsperson mit der Aufstellung heilt, in dem die Person alles Hinderliche loslässt und die Beziehung neu wahrnehmen kann.

Klingt kompliziert? Machen wir ein paar Fall-Beispiele (es gäbe hunderte und jedes wieder ganz anders):

Beispiel 1:
Wenn ein Mädchen früh bemerkt, dass es die Aufmerksamkeit ihres Vaters nur dann bekommt, wenn sie ein besonders „gutes“ Mädchen ist und etwas geleistet hat, macht sie die Schlussfolgerung: „Ah, wenn ich schön brav bin und gute Noten heimbringe und die beste im Turnen bin, dann hat Papa mich lieb. Also besser schön brav und die beste sein, damit Papa mich auch lieb behält. „
Da die Taktik immer wieder mal aufgeht, wächst eine junge Frau heran, die – und das ist the good side of it – ehrgeizig und zielstrebig ist und viel erreicht. Häufig bezahlt sie dafür aber einen hohen Preis: Sie ist ständig innerlich unruhig und sich selber nie genug. Wenn sie nicht etwas leistet, besser ist als die anderen, fühlt sie sich leer, verloren, unruhig – kein Wunder, der kindliche Anteil denkt, sie läuft Gefahr nicht mehr geliebt zu werden. Dadurch erkennt sie ihre eigenen Grenzen nicht und erschöpft sich selber immer wieder, was sie bis zum Burnout führt.

Beispiel 2:
Die junge Frau hätte gerne eine Beziehung, es will aber irgendwie nicht klappen. Sie startet immer wieder neu, aber keine Beziehung will wirklich halten. Die Aufstellung ergibt, dass sie „Daddy’s Girl“ ist und ihr Vater wie den Platz für einen Partner in ihrem Leben besetzt. Erst die Klärung der Rollen und das Einnehmen des richtigen Platzes macht die Frau frei für eine verbindliche Beziehung zu einem anderen Mann.

Beispiel 3:
Das jüngere Kind ist behindert und bekommt alle Aufmerksamkeit. Das ältere Kind kommt zu kurz. Es fängt an, zu rebellieren, um auf sich aufmerksam zu machen. Als Kind sind das kleinere Unfälle, die es baut, als Erwachsener, daran gewohnt, dann Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn man für Unruhe sorgt, kommt delinquentes Verhalten dazu.

Beispiel 4:
Die Mutter-Sohn-Beziehung ist so eng, dass auch im Leben als Erwachsener gar keine Frau an der Seite des heute erwachsenen Sohnes Platz hat. Von aussen ist das gar nicht sichtbar, der junge, attraktive Mann ist alles andere als ein Muttersöhnchen. Da der Vater seinerzeit aber nicht da war für die Mutter, häufig fremd ging und die Mutter sich alleine fühlte, ist der Sohn in die Schuhe des Vaters getreten. Mama ist und bleibt die Beste, Einzigste. Auch wenn der erwachsene Sohn gerne eine neue Beziehung hätte, lässt der kindliche Teil in ihm das nicht zu, weil der Platz schon besetzt ist da sonst Mama ja alleine wäre.

 

4 reviews for Der Aufsteller

  1. Jasmin

    Ich durfte vor Jahren schon einmal bei Nicole eine Familienaufstellung erleben- eine der besten, die ich je erlebt habe??? Ihre intuitive, einfühlsame aber auch pragmatische und bodenständige, sowie professionelle Art, das Ganze anzuleiten, ist einzigartig. Ihre Intention, den Verstrickungen auf den Grund zu gehen und das System wieder in Ordnung zu bringen, einzig und allein dafür, um dem Aufsteller zu ermöglichen eine freiere Version von sich selber zu werden und seine Träume zu leben, ist spürbar. Den Respekt für das System und die betroffenen Menschen bewahrt sie in jedem Augenblick. Du kannst dich bei Nicole sehr gut aufgehoben fühlen, denn ihre Fähigkeit dich in deinem tiefsten Schmerz zu begleiten, aufzufangen und durch ihn hindurchzuführen, macht sie aus. Nicole ist ein Segen und eine Inspiration ??? für all diejenigen, die weiterkommen wollen, Birkenstocksandalen, Räucherstäbchen und die psychospirituelle Szene jedoch mit etwas Skepsis betrachten. ? Ihre natürliche, echte Art, wird dich überzeugen. Give it a try du wirst es nicht bereuen!

  2. Christina

    Wow! Ich hätte echt nicht gedacht, dass ich mich so stark auf meine „Rolle“ im System einlassen und so viel wahrnehmen könnte. Ich war als Stellvertreterin dabei und durfte miterleben, wie Nicole die Systeme anderer mit unserer Hilfe wieder „gesund gestellt“ hat. Mit ihrer offenen, ehrlichen, direkten, aber doch sanften Art, begleitet sie den Aufsteller durch emotionale und zum Teil auch sehr schwierige Situationen und hilft ihm Ballast, der nicht zu ihm gehört, bewusst abzulegen. Die Sache ist es absolut wert sich darauf einzulassen.

  3. REBEKKA

    Ich war zum ersten Mal als Stellvertreterin bei einer Aufstellung dabei. Und die Erfahrung ging buchstäblich unter die Haut, hätte nicht gedacht, dass man sich so gut in seine Rolle „einfühlen“ kann. Ich stimme mit Jasmin überein, Nicole ist für mich eine Inspiration, eine Frau mit vielen Talenten…Man muss es erlebt haben.

  4. Billie

    Das Aufstellen war ein echt beeindruckendes Erlebnis. Es hat mir etwas über mich und auch über meine Familie gezeigt.

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